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Gartengestaltung in Alaró

Alaró liegt am Fuß der Tramuntana, im Landesinneren, mit dem Puig d’Alaró und seiner Burgruine über dem Ort. Wer hier einen Garten anlegt, arbeitet unter anderen Bedingungen als an der Küste — und kann sich Pflanzen leisten, die im Südosten nicht durch den Sommer kämen.

Garten auf Mallorca mit Rosmarin, Gräsern und Zypresse vor einem Natursteinhaus

Was hier anders ist als an der Küste

Kein Salz. Das öffnet die Pflanzenliste erheblich. Hortensien, Rosen, viele Stauden, die in Port d’Andratx keine Chance haben, funktionieren hier — sofern man beim Wasser ehrlich bleibt.

Mehr Boden, und besserer. Die Terrassen um Alaró werden seit Jahrhunderten mit Mandel und Olive bewirtschaftet. Statt Fels dicht unter der Oberfläche findet man hier oft echten, tiefgründigen Lehmboden. Das ist ein Geschenk — und es hat eine Kehrseite: Lehm hält Wasser, und Pflanzen, die Trockenheit gewohnt sind, ertragen keine nassen Füße im Winter.

Und es wird kälter. In den Senken des Landesinneren sind Frostnächte im Januar möglich. Bougainvillea, empfindliche Palmen und manches, was an der Küste selbstverständlich ist, gehört hier an eine geschützte Wand oder gar nicht ins Beet.

Der Hang und die Terrassen

Die Trockenmauern rund um Alaró gehören zum Ort. Wo sie noch stehen, restaurieren wir sie und bauen den Garten in sie hinein, statt sie zu ersetzen. Wo sie fehlen, setzen wir neue aus mallorquinischem Naturstein, im Verband dessen, was in Sichtweite schon da ist.

Trockenmauer aus Naturstein mit Terrasse und Natursteinweg in einem Garten auf Mallorca

Der Blick auf die Berge

An der Küste komponiert man auf das Meer hin. Hier auf die Tramuntana — und die verändert sich den ganzen Tag. Morgens flach und grau, mittags hart, abends in dem Licht, wegen dem die Leute überhaupt herkommen.

Ein Garten in Alaró sollte diesen Blick rahmen und nicht mit ihm konkurrieren: ruhige Bepflanzung im Vordergrund, eine Zypresse als Maßstab, und ein Sitzplatz, der nach Westen schaut.

Was hier wächst, das an der Küste scheitert

Der Gewinn des Landesinneren ist die Pflanzenliste. Ohne Salz und mit echtem Boden lässt sich hier vieles machen, das an der Küste keine zwei Sommer überlebt.

Wir arbeiten in Alaró gern mit Viburnum tinus, Laurus nobilis, Pistacia lentiscus, Hortensien und Rosen an geschützten Stellen, dazu Salbei, Katzenminze und Gräser für die offenen Flächen. Als Struktur bleiben Olive, Mandel, Feige und Zypresse — die sind hier ohnehin die Sprache der Landschaft.

Der eigentliche Fehler im Landesinneren ist nicht Trockenheit, sondern Nässe. Lehmboden hält Wasser über Wochen. Eine Zistrose oder ein Rosmarin, die im Südosten problemlos wachsen, faulen hier im Februar, wenn sie in einer Senke stehen. Wir setzen empfindliche Arten deshalb erhöht, mit gröberem Material im Pflanzloch, damit das Wasser wegkann.

Der Winter zählt hier mehr

An der Küste ist der Garten vor allem ein Sommergarten. In Alaró wohnen mehr Leute das ganze Jahr, und der Winter ist lang genug, dass man ihn planen muss.

Das heißt: immergrüne Struktur, die im Januar noch etwas hergibt, Mandelblüte im Februar als Ereignis, ein Sitzplatz, der die Nachmittagssonne bekommt und nicht den Nordwind — und Beleuchtung, die um sechs schon gebraucht wird.

Was wir übernehmen

Entwurf mit Pflanzplan und Geländelösung, Trockenmauern und Wege aus Naturstein, Bewässerung, Bepflanzung und die Ausführung durch das eigene Team. Ebenso die Überarbeitung bestehender Gärten, bei denen die Anlage nie an die Bepflanzung angepasst wurde.

Wasser, auch hier

Im Landesinneren regnet es mehr als an der Südküste, aber das ist ein relativer Vorteil, kein Freibrief. Auch hier planen wir mit Tropfbewässerung, Hydrozonen und abgedecktem Boden. Wie es auf der Insel insgesamt um das Wasser steht, steht unter Wasser im Garten.

Sprechen wir über Ihr Grundstück

Alaró, Orient, Consell, Binissalem. Wir kommen vorbei, sehen uns Boden, Lage und Blick an und sagen Ihnen, was dort möglich ist. J&P Design, Landschaftsarchitekten auf Mallorca seit 2008.

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