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Villengarten auf Mallorca
Ein Villengarten auf Mallorca muss eine Frage beantworten, die sich anderswo nicht stellt: Er soll am schönsten sein, wenn niemand da ist, der ihn sieht.

Die meisten Häuser, für die wir arbeiten, werden einen Teil des Jahres bewohnt. Zwischen den Aufenthalten ist der Garten sich selbst überlassen — durch fünf Monate ohne Regen und Nachmittage über fünfunddreißig Grad. Ein Konzept, das ständige Zuwendung braucht, ist für ein solches Haus schlicht das falsche Konzept.
Also planen wir anders. Jeder Villengarten, den wir bauen, ist so angelegt, dass er einen mallorquinischen Sommer unbeaufsichtigt übersteht — durch die Pflanzenwahl, durch die Technik darunter und durch eine Gliederung, die mit dem Grundstück arbeitet statt gegen es.
Was ein Villengarten lösen muss
Er muss in Ihrer Abwesenheit Haltung bewahren. Trockenheitsverträgliche Bepflanzung und fernsteuerbare Bewässerung sind keine Sparmaßnahmen. Sie sind die Bedingung, auf der alles Übrige ruht. Sie sehen die Anlage und können sie anpassen, von wo aus Sie wollen.
Er soll dem Tag seine Form geben. Die Ankunft. Die Poolterrasse am Morgen. Schatten zum Essen. Ein ruhiger Ort für den späten Nachmittag. Ein Garten, der eine einzige ungegliederte Fläche anbietet, bietet weniger, als er zu bieten scheint.

Er muss der Architektur antworten. Ein zeitgenössischer Bau in Sichtbeton stellt eine andere Frage als eine restaurierte Steinfinca. Wir entwerfen den Garten aus dem Gebäude heraus, nie als Dekoration davor.
Er soll schon von der Zufahrt an durchdacht wirken. Der Eindruck, den ein Haus macht, beginnt am Tor. Es ist der Teil eines Anwesens, der am häufigsten dem Zufall überlassen wird — und der, an den sich Gäste erinnern.
Ein Garten, der zum Anwesen gehört
Alles andere an einem Haus beginnt zu altern, sobald es fertig ist. Ein Garten tut das Gegenteil. Die Bäume gewinnen an Umfang, der Stein an Patina, die Bepflanzung schließt sich und setzt sich, bis es aussieht, als wäre sie immer dagewesen.
Deshalb entwerfen wir auf Dauer und nicht auf Wirkung. Eine Villa mit einem gereiften Garten ist eine andere Immobilie als dasselbe Haus mit einer kahlen Terrasse — und sie wird immer so gelesen werden, von Gästen wie vom Markt.
Wenn eine Rasenfläche gewünscht ist
Wo wirklich eine begehbare grüne Fläche gebraucht wird, behalten wir sie — klein und genau dort, wo sie genutzt wird. Die Frage ist nicht, ob Rasen möglich ist, sondern welcher.
Wir empfehlen Grama (Cynodon dactylon, im Deutschen als Bermudagras bekannt). Bleibt das Wasser über längere Zeit aus, geht dieses Gras in Ruhe über: Die Fläche wird braun und sieht verloren aus. Sie ist es nicht. Mit dem ersten Wasser ergrünt sie wieder. Ein herkömmlicher Rasen stirbt in derselben Situation.
Wege aus Naturstein
Ein Garten wird nicht nur angesehen, er wird begangen. Deshalb legen wir unsere Wege aus Naturstein — große, unregelmäßig gebrochene Platten, in Kies gebettet, mit Fugen, die breit genug sind, dass die Bepflanzung von beiden Seiten hereinwächst.

Der Stein trägt denselben warmen Ton wie die Mauern des Hauses. Er bleibt unter bloßen Füßen erträglich, wenn Betonplatten längst zu heiß sind, und er wird mit den Jahren besser statt schlechter. Vor allem sieht ein solcher Weg nicht verlegt aus, sondern gefunden — genau darauf kommt es in einem Garten an, der nicht wie eine Anlage wirken soll.
Dazu kommt ein Punkt, der auf Mallorca schwerer wiegt als anderswo: ein solcher Weg braucht keinen Betonunterbau. Die Platten liegen in einem verdichteten Kiesbett. Damit entsteht keine versiegelte Fläche, die als bebaute Quadratmeter zählt — und in aller Regel ist dafür keine Baugenehmigung erforderlich. Was die jeweilige Gemeinde im Einzelfall verlangt, klären wir vorab; der Unterschied zwischen einem Gartenweg und einem Bauvorhaben ist in der Praxis jedoch genau dieser Unterbau.
Der Boden bleibt außerdem durchlässig. Regenwasser versickert dort, wo es fällt, statt an der Kante abzulaufen — in einem Sommer, in dem jeder Liter zählt, ist auch das kein Nebeneffekt.
Was wir für Villengärten tun
Poolterrassen und Poolumgebungen in lokalem Naturstein. Mediterrane Bepflanzung, abgestimmt auf die genaue Exposition des Grundstücks, einschließlich der Salzverträglichkeit, die eine Küstenlage verlangt. Bewässerung, die gemeinsam mit der Bepflanzung entworfen wird und nicht danach. Beleuchtung, die den Garten am Abend nutzbar macht, ohne ihn zu überstrahlen. Schatten und Sichtschutz, gelöst über Bepflanzung und Bauwerk, bevor über Mauern gesprochen wird. Und für Häuser mit saisonaler Nutzung die laufende Pflege, die den Entwurf erhält.
Mehr zu unserer Arbeit
Einen Überblick finden Sie unter Gartengestaltung auf Mallorca. Zur Technik dahinter: Bewässerungsanlagen. Für ländliche Anwesen: Gartenplanung für Fincas.
Wege, Stufen und Mauern bilden das Gerüst, an dem sich die Bepflanzung ausrichtet. Womit wir bauen und warum ein Gartenweg in der Regel keine Baugenehmigung braucht, steht unter Mallorquiner Naturstein im Garten.
Wie es auf Mallorca tatsächlich um das Wasser steht — Reserven, Alarmstufen und was die Gemeinden bereits untersagen — haben wir mit Zahlen und Datum unter Wasser im Garten auf Mallorca zusammengestellt.
Wir arbeiten auf der ganzen Insel. Zu einzelnen Regionen: Santanyí, Andratx und Port d’Andratx, Alaró und Artà.
Ein Gespräch auf Ihrer Terrasse
Jedes Projekt beginnt mit einem Besuch. Wir sehen uns das Grundstück an, hören zu, wie das Haus bewohnt wird, und sagen Ihnen offen, was sich lohnt. Ohne Verpflichtung.